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Hallo!
Ich wollte Euch mal ein paar Bilder von meinem neuen Fußraumsubwoofer zeigen. Leider sind mir die ersten Bilder von der Herstellung des Gehäuses irgendwie verloren gegangen. Daher erstmal eine kurze Beschreibung:
Zuerst habe ich den Beifahrersitz ausgebaut, damit ich besser arbeiten kann und das gute Stück nicht mit Harz verschmutze. Danach wurde erstmal der Beifahrerfußraum mit zwei Schichten Malerkrepp und einer Schicht Paketklebeband abgeklebt, damit später nichts von dem Harz auf dem Teppich zurückbleibt. Dann wurden sämtliche gefährdeten Flächen wie z.B. die Türe, der Handschuhfachdeckel usw. mit Folie abgedeckt. Nun ging’s los mit dem Laminieren: Als erstes habe ich den Fußraum großzügig mit Harz eingepinselt. Dann wurde die erste Schicht Glasfasermatten aufgelegt und zur optimalen Durchtränkung nochmals mit Harz bestrichen. Dann wurden mit dem Pinsel alle Luftblasen herausgestrichen, um Später ein möglichst dichtes und stabiles Gehäuse zu erhalten. Nach dem Auftragen einer weitern Schicht habe ich das Gehäuse dann aus dem Fußraum herausgenommen um im Freien weiterarbeiten zu können. Ich habe kein Trennmittel verwendet, mit etwas Kraftaufwand lassen sich GFK-Teile auch so vom Paketklebeband entformen. Ich hab dann noch einige Schichten laminiert, um eine Wandstärke von etwa 1cm zu erhalten. Als ich der Meinung war, dass die Wandung dick genug ist habe ich das Gehäuse wieder in den Fußraum gelegt und eine Linie parallel zum Boden des Handschuhfachs gezogen. Anhand dieser Linie habe ich dann das Gehäuse auf seinen entgültige Höhe gekürzt. Ich habe dazu eine kleine Flex mit dünner Trennscheibe benutzt, damit geht das ganz gut, aber man sollte dabei unbedingt eine Staubschutzmaske tragen. Als Deckel wurde dann eine 18mm Multiplexplatte eingepasst, die mit Spaxschrauben und GFK-Spachtel befestigt wurde. Die Verfahrensweise für die Front war praktisch genauso, es wurde jedoch zum Anreißen erst mal ein grob zugeschnittenes Brett mit Hilfe von 4 Schrauben eingesetzt, da es so recht einfach war, das Gehäuse gerade abzuschneiden. Die Frontplatte wurde als Rahmen ausgesägt, damit sich später ganz einfach andere Schallwände einsetzen lassen um auch mal andere Woofer in diesem Gehäuse ausprobieren zu können. Alle Übergänge zwischen Holz und Multiplex wurden nochmals mit 2 Schichten überlaminiert. Das bisherige Ergebnis seht Ihr hier: ->
Dann wurde die Innenseite noch etwa 5mm Dick mit Unterbodenschutz ausgeschmiert, um das Gehäuse noch etwas zu dämmen.->
Hier seht Ihr alle Einzelteile des Subwoofers. Das Gehäuse, die Woofer, etwas Sonofill, Schallwand, Gitter, Rahmen fürs Gitter und die Schrauben.->
Das Gehäuse mit eingesetzter Schallwand und etwas „Flauschi“ drin. Die Schallwand wurde mit Hilfe von M5 er Einschlagmuttern und 40mm langen Senkschrauben befestigt. ->
Die Woofer sind drin und mit den Herstellerschriftzügen verziert (außerdem erhöht sich dadurch MMS ) ->
Der Rahmen des Gitter bekam noch ne Runde Lautsprecherdichtband spendiert um evtl. auftretende Klappergeräusche im Keim zu ersticken. ->
Das Gitter von unten mit den Stahlstiften zum feststecken. ->
Das Gitter von oben. ->
Der fertige Subwoofer mit bezogenem Gitter. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. ->
http://people.freenet.de/63Michael [...] ebaut2.JPG Die Beifahrertüre geht auch noch zu. ->
http://people.freenet.de/63Michael [...] ebaut1.JPG Das Gehäuse weist ein Innenvolumen von 15 Litern auf (mit dem Messbecher ausgelitert) und ist 100% wasserdicht!
Folgendes Baumaterial wurde benötigt:
5 Kg Polyesterharz
etwa 5m² Glasfasermatten (600g/m²)
200g Glasfaserspachtel
eine Handvoll Spaxschrauben 1kg Unterbodenschutz zum Streichen (von der Konsistenz her fast wie Spachtelmasse)
0,5m² Multiplex 18mm 1m Lautsprecherkabel 2,5 mm²
3m Lautsprecherdichtband
0,15 m² Stahlgitter 1,5mm dick Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf etwa 80€. Der Klang:
Ich bin kein Zeitungsredakteur und auch nicht sehr gut darin Klangbeschreibungen abzugeben, aber ich hoffe Ihr könnt euch etwas darunter vorstellen: Er klingt sehr impulsfreudig, trocken und „schnell“. Produziert auch etwas Tiefbass, aber unterm Strich etwas weniger als mein Helix HXS 1006. Der Bass fügt sich jetzt viel besser ins Klanggeschehen ein, als zuvor der Helix mit LZK. Vom Pegel her reicht es auf jeden Fall aus um vernünftig Musik hören zu können, wobei ich auch hier geringe Abstrich gegenüber der Konkurrenz aus dem Hause Audiotech Fischer machen muß. Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem Teil und war teilweise auch überrascht, dass ich damit doch einiges an Pegel und Tiefbass hinbekomme. Klanglich ist es auf jeden Fall ein Schritt nach vorne (wer hätte das gedacht ). Dass Liebhaber einer 30er Bassreflexkiste für die 2 Next-Babies nur ein müdes Lächeln übrig haben werden, ist mir schon klar, aber für Pegelorgien und Hiphop- oder Techno-Tiefstbässe ist dieser Raumsparer auch nicht gebaut worden.
Schönen Sonntag noch
Michael
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